Warum baut der Gemeindeverein ein Pflegeheim?Die Entscheidung für den Neubau einer Dauerpflegeeinrichtung mit 63 Plätzen hat sich der Vorstand sehr wohl und reiflich überlegt. Es sind neben der Standort- und Bedarfsanalyse besonders die Erfahrungen aus dem Mathilden-Haus und den ambulanten Diensten mit eingeflossen. Mit dem neuen Pflegeheim „Seepark" in der Ostendstraße schließt der Gemeindeverein die letzte Versorgungslücke innerhalb des Sozialen Netzes im Nürnberger Osten. Ein wohnortnahes Dauerpflegeangebot, eingebunden in die sonstigen Betreuungs- und Pflegeleistungen. In fünf Wohngruppen, können wir bei geringer Gruppengröße besonders auf die Herausforderungen von Demenzerkrankungen reagieren. Zur Zeit müssen wir noch sehr vielen Vereins- und Gemeindemitgliedern, eine Absage erteilen, wenn sie für Angehörige einen Dauerpflegeplatz benötigen. Auf unserer Warteliste stehen fast 100 Menschen. Diese sehr hohe Nachfragesituation nach Dauerpflegeplätzen sowie die rapide Zunahme an Demenzerkrankungen bei immer jüngeren Senioren, haben die Entscheidung für das Pflegeheim maßgeblich beeinflusst. Die Bevölkerungsentwicklung, aber auch die Reformen im Gesundheitswesen waren zusätzliche Gründe für die Entscheidung. Der letzte Ausschlag für die Entscheidung war der Umstand, dass mit dem Neubau das Mathilden-Haus mit seinen Einrichtungen, seiner hervorragenden Versorgung und seiner Hospizarbeit, und damit auch der Gemeindeverein Mögeldorf selbst, nicht gefährdet werden. Dazu wurde eine neue Trägerfirma „Evangelischer Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf gGmbH" gegründet, hier ist der Verein einziger Gesellschafter. Sie können als Vereins- und Gemeindeglieder sicher sein, dass der Vorstand in seiner Entscheidung, bei zunehmender Pflegebedürftigkeit und einer älter werdenden Bevölkerung, das Wohl der Menschen im Blick hatte, und mit dem neuen Pflegeheim im Nürnberger Osten ein geschlossenes Versorgungssystem bei hoher Pflegequalität anbieten wird. Günter Beucker |