Wünsche erfüllen im TagesHospiz

„Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…!“. Der letzte Reisewunsch eines TagesHospiz-Gastes führte zum Nepal Himalaya Park. Dank Herrn Wirth, dem Eigentümer des Parks, der diesen exklusiv nur für unseren Gast öffnete, sowie dem ASB-Wünschewagen war diese Reise möglich. Unser Gast konnte den Park trotz Corona-Zeiten ohne Risiko besuchen, da sich keine weiteren Besucher im Park befanden. Im ersten deutschlandweit anerkannten TagesHospiz der Diakonie Mögeldorf werden bis zu sechs Gäste tagsüber palliativ-medizinisch versorgt und können abends in ihr gewohntes Zuhause zurückkehren.

In unserem TagesHospiz können wir unseren Gästen Raum und Zeit schenken – und dieser Raum und diese Zeit wird von unseren Gästen gefüllt. Herr M. hat viel von der Welt gesehen und in seinen Erzählungen nimmt er uns oft mit auf seine Reisen. Dabei wuchs in ihm der Wunsch, uns den Nepal Garten im oberpfälzischen Wiesent mit all seiner Pflanzenvielfalt und dem kunstvoll verzierten Pavillon zu zeigen. Frau Wittmann, die Leitung des TagesHospizes, übernahm die Organisation und so konnte unser rollstuhlpflichtiger Gast mit seiner Ehefrau noch einmal eine Reise an Orte aus vergangenen Tagen erleben.

Mit dem ASB-Wünschewagen komfortabel zum Ziel

Der hochmoderne und gleichzeitig komfortable ASB-Wünschewagen Franken ermöglichte den Beiden die Ausfahrt. Dank der Panoramafenster des Kleinbusses konnte Herr M. liegend die Aussicht während der Fahrt durch die frühsommerliche Oberpfalz genießen. Frau G., eine weitere Patientin des TagesHospizes, wurde in einem Fahrzeug der Diakonie ebenfalls zu den Ausflugszielen gebracht. Der erste Stopp diente gleich der Stärkung und die kleine Reisegruppe kehrte in einem feinen Lokal nahe der Walhalla ein, in dem Familie M. früher gerne gespeist hat. Die pflegerische Betreuung von Herrn M. wurde von Mitarbeitern des TagesHospizes übernommen, sodass das Ehepaar die gemeinsame Zeit ausschließlich zum Genießen nutzen konnte.

Namaste: Für einen Tag exklusiv in den Nepal-Garten

Nach einer kurzen Fahrt erreichten die Ausflügler den Nepal Garten. Herr Wirth, der Eigentümer, öffnete extra für die 9-köpfige Reisegruppe die Tore zu seinem Pflanzenparadies, das von nepalesischen Gärtnern gehegt und gepflegt wird. Er ließ es sich nicht nehmen, uns in seinen wunderschönen und einzigartigen Garten einzuladen. Herzlichen Dank noch einmal an dieser Stelle! Über 6000 Pflanzenarten, verschiedene Buddha Figuren und Nepalesische Kunst in Form von handgeschnitzten Verzierungen an Holztoren und dem großen Pavillon entführten die Besucher sofort in eine andere Welt.

Ein besonderes Geschenk

Das Ehepaar war sichtlich gerührt und bedankte sich immer wieder herzlich. Aber „Danke“ war nicht nötig – für Jeden, der an dieser Reise teilnehmen konnte, war diese Zeit ein besonderes Geschenk. Die rasch fortschreitende Erkrankung von Herrn M. schien solche Erlebnisse unmöglich werden zu lassen. Aber die Tatsache, dass er seinen Wunsch äußerte und viele Menschen Hand in Hand zusammenarbeiteten, ließen diesen Wunsch wahr werden.

Esther Horn